Regen, Sonne und ein Tag wie am Mississippi
Dass die Pfadfinder unerschrocken allen Wettern trotzen, ist ja eine altbekannte Tatsache. Und obwohl man den Sommer noch gut im Gedächtnis hatte, war es doch schon lange sehr herbstlich und kühl. Neben unseren Sommerfreizeiten sind die Hajks zum Ende des Sommers immer ein Highlight, das unsere Pfadis schon von uns einfordern. Auch wir Betreuer keine Jungspunde mehr sind, finden sich immer welche, die auch gern einmal auf das gemütliche Bett verzichten und die Nacht draußen auf Isomatten verbringen mögen.
Am Freitag, den 24. September trafen sich 10 Pfadfinder-Mädchen und Jungs am Nachmittag nach einer langen Schulwoche und verluden ihr Gepäck bei strömendem Regen in ein Versorgungsfahrzeug. Niemand mäkelte, (fast) alle waren wettergemäß gekleidet und Heike und Silke brachen mit ihrer Gruppe auf. Wir Betreuer sind vielleicht nicht mehr so ganz jung, sind aber neuen Technologien durchaus aufgeschlossen und die Kinder haben über das GPS-Gerät gestaunt, dass unseren Marsch aufzeichnete. Trotzdem werden Kompass und Karte nie out sein!
Bei Familie Erichsen wurden wir eingeladen, uns kurz mit frischer Milch und Keksen zu stärken, denn danach ging die Tour querfeldein und es gab vieles zu entdecken. In unserer Regenkleidung bildete sich mittlerweile ein tropisches Klima. Himmelsrichtungen im Regen zu bestimmen, erfordert schon einiges Geschick.
In den zuvor aufgebauten Mehrzimmer-Zelten am Lagerplatz in Alt-Tolkschuby hatten sich dann alle schnell eingerichtet. Der Regen hörte fast auf und der Nachmittag und Abend verging viel zu schnell mit Spielen, Feuer machen, Essenszubereitung und Spätwanderung bei Taschenlampenbeleuchtung. Der Weg für den Hajk der Gruppe des nächsten Tages musste markiert werden. Hagen stieß zur Gruppe und übernahm die Nachtschicht mit Heike. Am nächsten Morgen wurden alle früh von strahlendem Sonnenschein geweckt, nahmen leicht übermüdet ein Frühstück am Lagerfeuer ein und begrüßten ihre Eltern wieder am Gemeindehaus.
Die älteren Jungs trafen sich am Samstag, 25. September, direkt am Lagerplatz. Von dort aus ging es mit dem Großraum-Versorgungstaxi und Unterstützung zweier Väter zur Füsinger Au, denn Sven und die Jungs hatten in mehreren Gruppenstunden ein Floß (etwa 2 x 1,30 m) gebaut. Mit Schwimmwesten ausgestattet konnten alle einmal das Abenteuer erleben, ein Stück der Au zu paddeln und es kam bei herrlichem Sonnenschein und ruhig fließender Au ein richtiges Tom-Sawyer-Gefühl auf. Ein Wechsel der Crew fand an vorher verabredeten Stellen statt und alle waren begeistert! Man war über den guten Zusammenhalt des Floßes und die Lenkbarkeit überrascht und will nun nur noch die Sitzgelegenheiten verbessern.
Am Lagerplatz in Alt-Tolkschuby gab es einen Lagerfeuerabend mit Suppe aus dem Hordentopf, Versteckspiel und Kokeln am Feuer unter Aufsicht. Zur ausgleichenden Gerechtigkeit war der Morgen danach sehr feucht von oben, aber trotzdem fröhlich! Wir freuen uns schon auf die nächste große Fahrt. Eure Betreuer: Sven, Heike, Hagen, Silke und Birte, Dank an Daniel und Matthias. Kontakt: Sven Schröder, Tel. 04622-2468. |